Projektpräsentationen der 12. Klassen unserer Beruflichen Gymnasien


In den letzten Monaten spürte man ein großes Bangen bei den Schülerinnen und Schülern des 12. Jahrgangs unserer Beruflichen Gymnasien und bei ihren Lehrkräften: „Werden wir unsere Projekte regulär abschließen können? Dürfen wir unsere Ergebnisse wieder einem größeren Publikum präsentieren?“ – Fragen, die aufgrund der Corona-Pandemie lange nicht klar beantwortet werden konnten. Glücklicherweise hat dann doch alles geklappt, am 21.06.2021 durften die Präsentationen unter Einhaltung der gültigen Corona-Regeln durchgeführt werden.

Ordentlich Leben im Haus
Klassenräume wurden von den Schülerinnen und Schülern unseres Beruflichen Gymnasiums Sozialpädagogik zu Präsentationsräumen umgestaltet und dekoriert, in der Cafeteria wichen die seit dem letzten Schuljahr verwaisten Tische Stuhlreihen und es wurde von unseren Schülerinnen und Schülern des Beruflichen Gymnasiums Wirtschaft eine mobile Projektionsfläche samt Beschallungsanlage aufgebaut und in der Kurt-Schröder-Halle wuchteten die Schülerinnen und Schüler des Beruflichen Gymnasiums Technik ihr Projektergebnis auf einen Präsentationstisch, umrahmt von diversen Planungs- und Konstruktionszeichnungen. Es konnte losgehen. Die Ergebnisse von einem knappen halben Jahr Arbeit konnten sowohl den Auftraggebern aus Wirtschaft und sozialen Einrichtungen als auch den 11. Klassen in einem größeren Rahmen vorgestellt werden.

Marketingkonzept für die gemeinsame Cafeteria der BBS I und BBS II – G19A und G19B des BG-Wirtschaft
Die Schülerinnen und Schüler der G19A und G19B unseres Beruflichen Gymnasiums Wirtschaft hatten sich für ein Projekt mit der Betreiberin unserer Cafeteria Frau Hornig entschieden. Beide Klassen entwickelten gemeinsam ein Marketingkonzept, um die Attraktivität der Cafeteria noch weiter zu steigern und um neue Ideen zu liefern. Fachkundig begleitet und betreut wurden die Schülerinnen und Schüler bei ihrer Arbeit durch die Fachlehrkräfte Frau Anja Papsdorf und Frau Maren Tiemann. Zentrale Aspekte des Marketings, wie Unternehmens- und Marktanalyse, Corporate Design und Corporate Identity, Nachhaltigkeit und Werbung wurden so direkt in der Praxis untersucht und ausgewertet. Aus den Erkenntnissen konnten die Schülerinnen und Schüler anschließend Frau Hornig viele Ideen und Empfehlungen, unter anderem zu Themen wie Ausbau des Angebots der Cafeteria unter Einbindung saisonaler Speisen und Getränke und spezieller Mottos, zur alternativen Nutzung der Cafeteria unter Einbezug moderner Medien bis hin zur Einführung eines bargeldlosen Bezahlsystems unterbreiten, sodass ihr diesbezüglich nun eine gute Entscheidungsgrundlage vorliegt.

Aufklärung zu substanzinduzierten Störungen – GS19A und GS19B des BG-Gesundheit und Soziales, Schwerpunkt: Sozialpädagogik
Die Klassen GS19A und GS19B unseres Beruflichen Gymnasiums Sozialpädagogik hatten die Fachstelle für Sucht und Suchtprävention (FSP) als Projektpartner gewinnen können. Fachkundig betreut durch ihre Fachlehrkräfte Frau Miriam Dal-Pra Stricker und Herrn Arne Warmuth und den bei der FSP für Prävention zuständigen Mitarbeiterinnen Frau Rieke Heitmüller und Anja Kanzinger setzten sich die Schülerinnen und Schüler sich mit dem Thema „Substanzinduzierte Störungen“ auseinander und entwickelten für die FSP ein Aufklärungskonzept zu verschiedensten Aspekten dieses Themenkomplexes. Die Präsentation der Projektergebnisse erfolgte in kleineren Gruppen zum Teil in Vortragsform, aber auch immer mit vielen Mitmach-Elementen, bei denen die Schülerinnen und Schüler der 11. Klassen gleich ihr neu gewonnenes Wissen anwenden konnten.

Ein Rad greift ins andere – dreistufiges Stirnradgetriebe konstruiert und angefertigt – GT19 des BG-Technik, Schwerpunkt: Metalltechnik
Die fünf Schüler unseres in Kooperation mit der BBS II geführten Beruflichen Gymnasium Technik hatten vom Team Metalltechnik der BBS II Osterode den Auftrag bekommen, ein dreistufiges Stirnradgetriebe zu konstruieren und anzufertigen. Dieses erfolgte in enger Abstimmung mit dem betreuenden Fachpraxislehrer Frank Thörel und dem Teamleiter der Metalltechnik, Torben Schröter, als offizieller Auftraggeber. Im fachpraktischen Unterricht wurden für dieses Projekt viele Zeichnungen angefertigt und es sind viele Späne gefallen, z. B. bei der Fertigung eines Zahnrades. Am Präsentationstag konnten die Schülerinnen und Schüler nun stolz den Weg von den ersten Ideen über erste Skizzen und Berechnungen, dem Erstellen der Zeichnungen über die Produktion der Einzelteile bis hin zum knapp 40 kg schweren Gesamtergebnis aufzeigen. In dem Zusammenhang berichteten sie auch, dass die umfangreichen Arbeiten allerdings nicht allein durch ein so kleines Team zu bewältigen waren und dankten an dieser Stelle den Auszubildenden der Firmen Kamax Holding GmbH & Co. KG und York Maschinenbau GmbH & Co. KG. Die Auszubildenden unterstützten das Projekt damit, indem sie das Anfertigen von Zahnrädern übernahmen und dadurch einen großen Beitrag zum Gelingen des Projektes für die Schüler des Beruflichen Gymnasiums Technik erbracht haben. Das Getriebe kann nun für den Berufsschulunterricht der Metalltechnik in den verschiedenen Klassen der BBS II als Lernträger verwendet werden. Eine absolute Win-win-Situation.

Freuen uns auf das nächste Jahr
Alles in Allem waren wieder viele tolle Projektergebnisse entstanden – trotz Corona. Die Erleichterung nach der Präsentation stand einigen Schülerinnen und Schülern ins Gesicht geschrieben. Zu Recht können alle stolz darauf sein, solche Projekte und eine solche Präsentation bestritten zu haben. Wann sonst spricht man über ein Fachthema auf einer Bühne vor so vielen Menschen!

Wir freuen uns auf die Projekte im nächsten Jahr! (Dann hoffentlich ohne Corona.)